Die 2-Jahre-Zuckerfrei-Challenge

7. Januar 2020 I Svenja Hirsch

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Mentale Gesundheit hat auch was mit Ernährung zu tun – klar, oder? Ich hatte vor allem einen Bösewicht: Zucker. Wie ich darauf gekommen bin, diesen wegzulassen und was das tatsächlich bringt.

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Ich bin schon echt ne Süße – also rein essenstechnisch gesehen. Nach dem Mittagessen immer noch eine Kleinigkeit und mein Liebstes: ein Stück Schokolade zum Kaffee. Oh ja! Wann es genau anfing, dass ich mir über mein Essverhalten zunehmend Gedanken gemacht habe, kann ich gar nicht sagen. Schon immer hatte ich das Gefühl, sehr darauf achten zu müssen, um auch ja nicht in die Breite zu gehen. Besonders so mit Anfang Mitte zwanzig macht man sich über die eigene Figur da schlicht zu viele Gedanken.

Aller Anfang ist… Hautsache!

Meine Ernährungsumstellung hat ganz zu Anfang damit begonnen, dass ich keinen Wurst-Aufschnitt mehr zum Frühstück gegessen habe, mich somit morgens vegetarisch ernährt habe. Ich wollte einfach meinen Fleischkonsum etwas runterfahren. Das hatte den Nebeneffekt, dass meine zu dem Zeitpunkt sehr schlimme Kopfhaut auf einmal weniger Zicken machte. Verrückt! Und auch ganz schön bedenklich, wenn man mal ganz ehrlich ist. Was ist in diesem ganzen verarbeiteten Fleisch drin, dass die Haut juckt und Exzeme bildet? Ich möchte es gar nicht wissen.

Meine Haut war schließlich auch der Grund für den Zucker-Ausstieg. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal pickelfrei gewesen bin. Und ich bin nun nicht mehr in den Zwanzigern, da darf das ruhig mal vorbei sein. Hallo?!? Irgendeinen Vorteil muss das Altern doch haben! Ich holte mir mein erstes Buch dazu (unten sind alle mit kurzer Bewertung verlinkt), probierte einiges aus, doch die Rezepte waren zu kompliziert. Und irgendwie schaffte ich es zu dem Zeitpunkt noch nicht, mich komplett vom Zucker frei zu machen.

Aber meine Unzufriedenheit mit Figur und Haut blieb. Und ich bemerkte auch (vermutlich durchs Alter), dass zum einen mein Magen es überhaupt nicht mochte, wenn ich mir abends einen Becher Eis reinknallte. Und zum anderen fühlte ich mich am nächsten Morgen, als hätte ich ein Glas Wein zu viel gehabt. Ja, es ist eben so: Zucker ist eine Sucht und fühlt sich auch so an.

Stückchen für Stückchen – die ersten Schritte in Richtung Zuckerfrei

Ich holte mir weitere Bücher und legte erst unter der Woche zuckerfrei ein, dann auch mal zwei Wochen am Stück. Am Anfang ging es mir dabei echt bescheiden: Kopfschmerzen ohne Ende. So ähnlich stelle ich mir kalten Entzug vor. Aber so einiges wurde bereits in dieser kurzen Zeit besser und ist auch jetzt noch der Grund, weiterzumachen:

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  • Fokus

    Ich bin viel konzentrierter und wacher, seit ich keinen Zucker mehr esse.

  • Läuft!

    Mein Verdauung dankt`s …

  • Pickel- und faltenfrei

    …und erst recht meine Haut! Ich benutze kaum noch Make Up, außer gegen Augenringe 😉 Angeblich soll zuckerfreie Ernährung auch den Alterungsprozess wesentlich langsamer werden lassen. Das werde ich weiter beobachten!

  • Problemzonen

    Ich mache mir weniger Gedanken um meine Figur – und das, obwohl ich meine Sucht auf Nüsse, Chips und Pommes umjustiert habe (alle in der zuckerfreien Variante natürlich!). Ein ausgewogenes Pensum an Sport/Bewegung ist dennoch wichtig, merke ich gerade. Stichwort Rücken!

Der Entschluss: 2 Jahre zuckerfrei!

Aus diesen Resultaten einen Schluss zu ziehen, war somit ganz einfach: nach der großen Kanada-Reise zwei Jahre zuckerfrei zu leben. Einzige Ausnahme war die bereits geplante Hochzeit, sonst nichts. Kein Weihnachten, keine Geburtstage oder sonstiges. Warum zwei Jahre? Weil es leichter ist, wenn man ein klares, zeitliches Ziel hat. Wobei ich denke und hoffe, dass ich nach diesen zwei Jahren auch weiterhin dabei bleibe. Wenn ich schon mal dabei bin…

Die Umstellung gehe ich ebenfalls Schritt für Schritt an

Ich habe angefangen, langsam einige Dinge umzustellen. Habe zum Beispiel angefangen, meine heißgeliebte Pizza (oh, stimmt! Diese Sucht habe ich ganz vergessen, sie gehört auch noch zu Punkt 4 oben) selbst zu backen. Teig selber machen, einige Böden fertig ausrollen, in Backpapier ab ins Tiefkühlfach. Dann kann man sich immer mal einen Boden rausziehen, schön belegen und zum Mittag essen.

Es folgte der Abschied von meinen ebenfalls sehr geliebten Aufbackbrötchen. Auch diese bereite ich immer mal an einem Tag massenweise vor und stopfe sie in den Tiefkühler. Jetzt habe ich angefangen, auch die vegetarischen Streichcremes selber zu machen und in Teilen einzufrieren. Man glaubt gar nicht, wo überall Zucker drin ist! Und wenn ich ehrlich bin, verstehe ich das auch gar nicht mehr. Wozu brauchen wir Zucker im pürierten Gemüse? Oder im Pizzateig? Ein reiner Trick der Industrie, damit die Leute mehr davon essen sollen (weil Suchtfaktor).

Achtung vor Zuckerersatzstoffen

Ich habe auch relativ schnell angefangen, Zuckerersatzstoffe ebenfalls aus dem Speiseplan zu streichen. Agavendicksaft zum Beispiel oder Reissirup. Malzextrakt, Dextrose etc. sind alles konzentrierte Süßungsmittel. Auf halbwegs natürlicher Basis, wie auch Honig, klar. Aber sie machen trotzdem süchtig – das schreibt zumindest Anastasia Zamponidis, von der ich dazu am liebsten lese und nachmache. Sie beschreibt auf eine sehr angenehme und positive Art, warum sie keinen Zucker isst. Ohne den Zeigefinger zu heben. Und sie hat ein To-Go-Buch rausgebracht (s. u.), das ohne komplizierte Zutaten auskommt. Genau mein Buch.

Denn tatsächlich ist es viel leichter, als man anfangs denkt. Man muss nur einmal diesen Punkt überwinden, an dem die Kopfschmerzen einen plagen und der Zuckerjieper kommt. Und sobald ich die ganzen positiven Effekte gemerkt habe, war für mich dieser ‚Bock-auf-etwas-Süßes‘ auch gar nicht mal so verlockend. Ich wusste ja, dass ich mir dadurch die ganzen guten Sachen wieder zunichte machen würde. Und nochmal die Kopfschmerzen durchleben muss, um wieder dorthin zu kommen! Ne! Auf gar keinen Fall!

Ich habe jetzt gerade sogar das erste Mal Plätzchen ohne Zucker gebacken. Da gehe ich ganz mit Anastasia und habe nur Datteln als Süße genommen – und Bananen. Die Rezepte verlinke ich euch unten gemeinsam mit den Büchern. Ja, es war bereits nach Weihnachten, aber ich schreibe ja gerne etwas achronologisch und vielleicht findet ihr dort auch noch das ein oder andere spannende Rezept für euch. Viel Spaß dabei!

Schreib mir in die Kommentare, was dich an meiner Zuckerfrei-Challenge noch für Facts interessieren: Wozu willst du mehr lesen? Was findest du am zuckerfreien Leben und Essen spannend?

Und nun happy sugarfree mit diesen Büchern und Rezepten!

* Wenn Zuckerersatzstoffe für dich okay sind und du Lust hast, viele neue Zutaten auszuprobieren: Ein sehr gutes Buch! Vor allem die Einstiegsgeschichte der Autorin hat mir gut gefallen. Sie erzählt von sich und ihren Problemen und wie sie das Thema angegangen ist. Um dranzubleiben war es mir allerdings noch zu komplex. Das Buch ist eher etwas für Leute, die sich ihre Sachen auch mal im Internet zusammenbestellen.

* Tolles Buch, um sich schlicht mit dem Thema Zucker auseinanderzusetzen. Rezepte gibt es am Schluss, allerdings ohne Bilder. Fokus liegt auf der Geschichte von Anastasia, was sich durch das Leben ohne Zucker verändert hat und was sie beim Umgang damit empfiehlt. Damit man auch wirklich durchhält! Außerdem erklärt sie alles rund um Ersatzstoffe und warum sie von diesen nicht viel hält. Super Infobuch!

* Mein zweiter Rezeptbuch-Versuch! War schon etwas erfolgreicher. Auch hier gibt es nach wie vor viele Rezepte mit etwas exotischen Zutaten. Spannend ist aber vor allem wieder der Text vorher, in dem Anastasie Teile der TCM wiedergibt. Nach diesen Kriterien sind die Rezepte aufgeteilt. Gewürze und verschiedene Lebensmittel werden im Schlussteil außerdem hinsichtlich ihrer Wirkung erklärt. was sollte ich essen, wenn ich gestresst und müde bin? Sehr ganzheitlich gedachtes Buch.

* Mein Favorit! Die Rezepte sind supereinfach und schnell machbar. Damit geht zuckerfrei ganz leicht. Außerdem gibt es auch hier wieder einen Einstiegstext, bei dem sich die Mühe gemacht wurde, nicht den gleichen vom Vorgänger zu kopieren. Anastasia Zamponidis gibt durch Rezepte wie Gemüsesticks mit Quark auch schlicht eine Idee davon, dass viel Essbares schon von sich aus zuckerfrei ist. Absolut alltagstauglich!

Und hier die beiden Links zu meinen erprobten Plätzchen-Rezepten:

Haferflocken Plätzchen

Zitronenkekse, geeignet für Ausstechplätzchen

Text: Svenja Hirsch

Fotos: auch!

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