Die dunklen Tage – Schwermut. Tipps.

17.12.2019 I Svenja Hirsch

Selbstfürsorge ist gar nicht so doof, wie es aus dem Munde vieler Coaches klingen mag: Im dritten Teil meiner kleinen Trilogie „Die dunklen Tage“ erzähle ich, was ich tue, um nach ein paar Tagen Kopf im Sand wieder positiver gestimmt zu sein.

Schwermut, Depressionen, Melancholie, Selbstfürsorge

Im dritten Teil meiner kleinen Trilogie „Die dunklen Tage“ erzähle ich, was ich tue, um wieder positiver gestimmt zu sein. Wenn ich das Gefühl habe, so in mich selbst zurück zu sinken, gibt es da ein paar ganz gute Mechanismen. Ein paar Dinge, die ich für mich entdeckt habe und bei denen ich weiß, dass diese garantiert wirken. Da hat jeder wahrscheinlich andere Vorlieben, probiert es einfach aus. Hier sind meine:

  1. Auskosten. Einfach mal drin bleiben und sich wohlfühlen in der ganzen Schwermuts-Suppe. Klingt komisch, ist aber super! Jogginghose an, Pizza in den Ofen und mit Buch auf die Couch. Niemanden sehen. Das geht bei mir so zwei Tage gut, dann fällt mir Decke auf den Kopf und ich bin eh wieder draußen.
  2. Zur Familie. Damit ist die ‚leibliche‘, wohl aber auch die selbstgewählte gemeint. In meinem Fall vor allem meine Mutter. Da kann ich immer hin und es geht mir besser. Weil keiner etwas von mir erwartet und ich auch dort in Gesellschaft einfach vor mich hin vegetieren kann.
  3. Körperpflege. Bad nehmen, Füße glatt machen und Nägel schneiden und lackieren. Peeling, eincremen. Ich kümmere mich um mich selbst, das tut immer gut! Ich glaube ja durchaus daran, dass die Streicheleinheiten, die man seinem Körper so indirekt verpasst, auch der Seele gut tun.

    Und ab und zu haue ich mich (Achtung, FSK 18) einfach auf die Sonnenbank. Gerade in der dunklen Jahreszeit bringt mir das ein bisschen Sonne und Wärme in Körper und Kopf.

Essen gut, alles gut!

4. Sport. Das ist im Grunde auch Körperpflege. Und nach 30 Minuten geht da ja die Endorphin-Pumpe an! Glückshormone en masse. Früher während des Studiums habe ich den Sport auch immer dazu genutzt, um unter Menschen zu kommen. Gerade in größeren Sportvereinen und Kursen ist das eine gute Gelegenheit. Im Grunde muss man sich mit einem unterhalten und trotzdem hat man Leute um sich.

5. Aufräumen. Ähm, ja. Das kann auch gut tun! Ich habe das früher immer gehasst – meine Mutter war damals ein totaler Putzteufel. Hat jeden Tag die Bude geputzt und wehe, ich musst direkt nach ihrer Badputzaktion auf die Toilette! Das hat mir damals so einiges am Aufräumen vermiest und ich habe lange gerne im Chaos gelebt. Jetzt mache ich sogar jeden Morgen mein Bett (s. Self-ABC C wie Chaos). Aufräumen im Außen hilft mir, auch innerlich einiges zu ordnen. Wenn ich alte Dinge loswerde, passiert das auch in mir. Ich räume abends immer alles zurück an seinen Platz. Wenn ich morgens aufstehe, werde ich von schönen, geordneten Räumen begrüßt. Ein super Start in den Tag!

6. Schöne Momente festhalten. Selbst an besagtem Donnerstag (s. Teil 2) gab es am Ende des Tages noch so eine Geschichte, die den Tag schon wieder komplett umkehrte. Ich halte solche Momente fest. Zum Beispiel in dem ich sie aufschreibe. Einige Menschen nennen dies Dankbarkeitstagebuch. Und ja, das trifft durchaus zu. Wobei diese Geschichten für mich neben Dankbarkeit vor allem ein stärkendes Gefühl haben. Das eben nicht alles scheiße ist, auch wenn es mir gerade so geht. Ganz im Gegenteil! Meistens ist es ziemlich gut.

7. Gesund ernähren. Statt shoppen gehe ich zum Bio-Markt und kaufe dort tolle Dinge. Außerdem habe ich im August meine eigene 2-Jahre-Zuckerfrei-Challenge gestartet und verbanne Zucker immer weiter aus meinem Leben. Haut besser, und vor allem: Mood besser!

Die Geschichte vom Donnerstag habe ich sprachlich festgehalten. Du kannst sie als Podcast Abonnent jetzt exklusiv hier hören: Zum Exklusiv Podcast bei Steady.

Ich teile dort monatlich exklusiv kleine Geschichten aus meinem Alltag und lade außerdem alle weiteren Folgen am Stück hoch. Du brauchst also nicht mehr 14 Tage auf das nächste Teilstück eines Gesprächs warten, sondern kannst einfach alles durchhören.

So, und zum Schluss habe ich noch etwas für euch: Einer meiner Lieblingsautoren, wenn es genau um solche Themen geht, Michael Thompson, hat ebenfalls eine kleine Liste erstellt mit Dingen, die er macht, um wieder gut drauf zu sein! Er meint, als Vater, Ehemann, Autor und Freund sei das sein wesentlicher Job: Nicht den ganzen Tag scheiße drauf zu sein. Viel Spaß beim Lesen!

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Text: Svenja Hirsch

Foto: Dirk Hirsch

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