#3 #4 #5 & #6 Meine Mutter über ihre Lebensprinzipien

26.11.2019 I Svenja Hirsch

Was sind unsere Grundsätze und wie wollen wir leben? Die Idee, genau das meine Mutter zu fragen und mit ihr ein Gespräch für den Podcast aufzuzeichnen, hatte ich schon eine ganze Weile. Und mich dann Anfang Oktober endlich getraut – obwohl es eigentlich kaum Mut erfordert, seine eigene Mutter so etwas einfach mal zu fragen, oder?

Im Hirschwald, Podcast, Mamas Lebensprinzipien

Während des Gesprächs fielen mir immer mehr Punkte bei meiner Mutter auf, die sich mit dem decken, was man so in einschlägigen Erfolgs-Sachbüchern lesen kann. Allem voran Mamas Lebensprinzipien bzw. das eine große Ziel, das meine Mutter für sich schon sehr früh einfach ‚wusste‘ und ihr Leben entsprechend ausrichten konnte. Kein Wunder, dass sie dieses Ziel auch erreicht hat, oder?

Das Besondere im vermeintlich ‚Normalen‘

Was mir noch viel wichtiger ist: Der Weg meiner Mutter zeigt, dass jeder auch in einem vermeintlich ‚normalen‘ Job (meine Mutter ist Erzieherin) und so einem vermeintlich normalen Leben etwas großartiges und erfüllendes schaffen kann. Man muss kein aufstrebender, abgefahrenen Unternehmer dafür sein, keine dicken Autos fahren etc. Ganz im Gegenteil.

Sich etwas wert sein – nicht immer selbstverständlich

Ihren Wunsch, vier Kinder zu bekommen, hatte meine Mutter schon sehr lange. Geschafft hat sie das, aber es steckt noch viel mehr hinter diesem Wunsch – die Liebe für Kinder. Daher ist sie auch Erzieherin geworden. Im Prinzip wusste sie also immer, dass genau das ihr Traum ist. In der Beziehung zu meinem Papa ist dieser aber zum Teil geschmälert worden. Sie erzählt das, wie ich finde, sehr bewegend im Podcast.

Wie sie uns erzogen hat, immer um 5 Uhr aufgestanden ist, um alles zu machen, was für diesen Traum nötig ist. Und wie dann kaum mal ein Danke dafür kam, sie sich gefragt hat, ob sie etwas falsch mache, ob sie und das, was sie tut, etwas wert seien. Auch als sie meinen Stiefpapa kennengelernt hat, war das zuerst noch in ihr. Aber Mamas Lebensprinzipien waren stärker.

Zwei Beziehungen, zwei gänzlich unterschiedliche Lebenswege

Er hat sie aber bestärkt und ihr immer wieder gesagt, wie toll er sie findet und das, was sie macht. Meine Mutter sagt, damit ging es recht schnell, diese negativen Gefühle abzuschaffen. Und sie hat sich das erste Mal auch selbst geliebt und war einfach glücklich mit allem.

Das spürt man auch in dem, was sie tut, ihrem Beruf als Tagesmutter und der selbst aufgebauten Großtagespflegestelle. Es steckt unglaublich viel Herzblut darin. Und das geht nur, weil sie an dem, was schon immer ihr Ziel, ihre Berufung oder wie auch immer man das nennen will, festgehalten hat.

Wie sehen heute Familien aus? Was hat sich verändert?

Das ist auch der wesentliche Grund dafür, dass sie so viel schafft. Wir sprechen schließlich auch noch darüber, wie sie heute viele Familien erlebt, in denen die Eltern z. T. ohne ihre Kinder Urlaub machen. Weil einfach alles zu viel ist, die Menschen oftmals keine Entscheidung mehr treffen, was ihnen wirklich wichtig ist und dann einfach irgendetwas auf der Strecke bleibt.

Aus diesem Gespräch entstanden: Mein Freebie für dich!

Weil ich diese Gedanken und die Stringenz so wichtig finde, habe ich hieraus mein Freebie entwickelt, das alle neuen Newsletter Abonnenten bekommen: Die drei Lebensprinzipien meiner Mutter. Ich stelle darin Mamas Lebensprinzipien in den drei wichtigsten Punkten vor und habe einen Fragenkatalog entwickelt, durch den jeder seine eigenen finden und aufschreiben kann.

Alleinerziehend, vier Kinder und auch noch erfolgreich!

Gerade die Tatsache, dass wir hier über meine Mutter sprechen, eine alleinerziehende Frau mit vier Kindern, macht das Ganze so besonders. Sonst hören wir (oder ich) immer nur die Erfolgsgeschichten von irgendwelchen Investoren, Unternehmern oder berühmten Persönlichkeiten. Aber es gibt sie auch hier, im Bereich der klassischen Jobs und im Rahmen eines Lebens, das im ersten Moment alltäglich wirkt. Und wenn man genauer hinschaut, merkt man aber, wie hier jemand aus den kleinen Momenten etwas ganz Großes gemacht hat.

Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Zuhören!

Was würdest du meine Mutter noch fragen und von ihr wissen wollen? Schreib es mir in die Kommentare!

Text: Svenja Hirsch

Fotos: Svenja Hirsch, Dirk Hirsch

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Normalerweise gibt es den Podcast alle 14 Tage, hier hört ihr exklusiv die Gespräche am Stück und müsst nicht lange warten. Zusätzlich erhaltet ihr als Unterstützer kleine Alltagsgeschichten, die mich gefreut und bestärkt haben im Starke-Geschichten-Tagebuch.
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