B wie Boah, eyh!

06. August 2019 I Svenja Hirsch

Echt jetzt?!?! Ernsthaft? Das kann doch jetzt wohl nicht angehen. Warum es nichts bringt, sich über kleine Fehler zu ärgern – und man sich trotzdem manchmal am liebsten ein kräftiges „Boah, eyh!“ entgegen schleudern will.

Self-ABC Im Hirschwald

Ich schleuder meinen Rucksack in die Ecke: Boah, eyh! Jetzt habe ich wegen des ganzen Bahn-und-Bus-Chaos mein Ticket wieder irgendwo hin getan, wo ich es sonst nie habe und ergo auch nicht finde. Ich dreh durch! Mein Bus fährt in 5 Minuten, das schaffe ich auf keinen Fall. Der nächste kommt in 20. Das Ticket ist natürlich in der Tasche einer Hose gelandet, die schon auf dem Wäschestapel liegt und der Bus mittlerweile aber so was von verpasst. Also doch zur Bahn laufen und diesen ganzen Bahn-Ersatzverkehr-Kack volle Elle mitnehmen. Boah, eyh!

Alles kommt und alles kommt anders

Ich steige auf dem Weg zur Arbeit zweimal um und stopfe mich zwischendurch schön mit allen anderen, die vom westlichen Ende in die Stadt fahren, in einen Bus. Ne, Moment mal, es kommen tatsächlich zwei lange Busse und irgendwie ergattere ich auch einen Sitzplatz. Hm, na gut. Ganz so voll ist der Bus tatsächlich nicht, so wie ich anfangs gedacht habe.

Die Bahn steht wieder bereit, sodass die Fahrt auch beim zweiten Umstieg direkt weitergeht. Im Gegensatz zu meiner eigenen ‚Ich-umgehe-den-Ersatzverkehr-Route‘ bin ich 15 Minuten weniger unterwegs. Worüber habe ich mich jetzt nochmal genau aufgeregt?

Wer sich eine Minute ärgert, verliert 60 Sekunden Glücklichsein

Ich kann das ganz fantastisch, mich in so einen Moment rein steigern und dann mies gelaunt in den Tag starten. Oder eine gewisse Zeit verbringen. Ich wünschte, ich könnte dieses Gefühl oft einfach wegdrücken oder es am besten gar nicht erst bekommen. Es kostet Energie und vor allem meine gute Laune.

Es ist erst ein Problem, wenn es ein Problem ist!

Natürlich habe ich das Boah, eyh!- Gefühl nicht bloß bei verpassten Bussen, sondern in vielen anderen Momenten, in denen es auch um wichtigere Dinge geht. Trotzdem oder eben gerade dann wäre ich gerne gelassener. Denn was nach jedem Boah, eyh! jedes Mal der Fall ist: Es passiert nichts. Nichts schlimmes. Es geht sogar und meistens echt ganz gut. Die Energie verschwende ich selbst, weil ich mich aufrege für – nichts.

Das gilt übrigens auch für übermäßiges Sorgen machen. Dass nicht genug Geld für den heißersehnten Kanada-Urlaub da ist. Und dann noch für die kurz darauffolgende Hochzeit. Dass das Zusammenleben komisch wird, nachdem ich jetzt für eineinhalb Jahre alleine war. Oder so Sorgen, wie die Angst vor böse Briefe von der Steuer, vom Vermieter… alles bisher nicht eingetreten. Oder zeitnah zu klären, sodass im Endeffekt nichts weiter passiert ist. Bisher. Da ist er wieder, dieser Zweifel, dem ich jetzt an den Kragen gehe.

Das ist nicht mein Problem, es ist gar kein Problem!

Ich will mir nämlich nicht mehr selbst den Tag vermiesen. Ich will Kraft und Energie für positive Dinge haben. Frei nach dem Motto: Es ist erst ein Problem, wenn es ein Problem ist. Vorher drüber nachdenken, bringt nichts. Und sich aufregen schon mal gar nicht. Eine Zeit lang habe ich jeden Morgen fünf Minuten meditiert, damit werde ich nun wieder weitermachen, habe ich mir vorgenommen. Um gut in den Tag zu kommen – das ist gerade angesichts der noch zwei Wochen anhaltenden Bahn- und Bussituation wichtig.

Was ist mit den größeren Sorgen? Meistens sind diese nur im Kopf existent, wo ich sie stundenlang hin- und herwälze. So zum Beispiel meine Gedanken um eine Bekannte, die ich nicht zu meiner Hochzeit eingeladen habe und mich frage, ob da wohl noch etwas kommt, eine negative Reaktion beim nächsten Aufeinandertreffen … (Text dazu folgt). Aber solange noch nichts gekommen ist, ist es auch kein Problem, nichts, worum ich mich sorgen muss. Und dieses MindSet in meinen Kopf zu bekommen, in meine Denkweise, ist gerade meine große Herausforderung. Ich will unbesorgt sein.

Wie geht es euch damit, wie geht ihr mit übermäßigem Sorgenmachen um? Any Tipps & Tricks?

Text: Svenja Hirsch

Foto: auch!

Du willst regelmäßig über neue Beiträge informiert werden? Melde dich hier für unseren Newsletter an. So Du bekommst automatisch eine Mail (max. 1x/Woche) mit Infos zu neuen Beiträgen und Aktionen. Und nicht nur das: Der Newsletter enthält eine Handvoll motivierende Tipps und Gedanken, die es nicht auf dem Blog oder Instagram gibt! Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

* Hiermit stimmst Du der Verwendung deiner Mailadresse zu.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.