Gegenanschreiben – Unterwegs im World Wide Web

21.08.2017 I Svenja Hirsch

Weil das Internet so schön anonym ist, häufen sich vor allem bei Facebook rechte Kommentare unter bestimmten Beiträgen. Wenn ich so etwas lese, schreibe ich entsprechende „Gegenan-Kommentare“ darunter. Zum einen kann das tatsächlich Spaß bringen. Zum andere hat das auch mit politischer Verantwortung zu tun: nicht zuzulassen, dass jemand sich von so einem rechten Kommentar beeinflussen lässt, sondern zu zeigen, wie unhaltbar viele solcher Schreiber sind, wie kleinkariert und wenig dazu in der Lage, Argumente für ihre Position zu finden und diese historisch zu belegen und zu begründen.

Meistens erhalte ich auf meine Kommentare auch keine weitere Reaktion, nur Likes anderer Leser. In dem hier vorliegenden Fall jedoch entspann sich tatsächlich eine Diskussion, wenn man das so nennen will. Denn tatsächlich hat auch dieser Mensch es nicht geschafft, eine gute Diskussion zu führen. Auch im Netz kann man sachlich argumentieren und respektvoll bleiben, das versuche ich selbst, wenngleich mir gerne mal eine spitze Frage entschlüpft…

Dieser Schreibpartner jedoch konnte weder das, noch seine Position glaubhaft darstellen – erwähnenswert auch die Anonymität seines Profils und dergleichen. Alles Anzeichen, durch die ein Teilnehmer sich selbst diskreditiert und zeigt, wie wenig man auf dessen Worte geben darf. Daher mein Appell: Schreibt gegen an, lasst so eine Position nicht unkommentiert, denn dann verbreitet sie sich weiter, wird von anderen viel eher als wahr angenommen. Entstellt diese nicht durch Hasskommentare, sondern durch Fakten! Nur so sind Rechte Positionen kleinzukriegen!

Zum Einstieg: Es ging hier um das Gedicht „Mein Opa“ von David Friedrich, vorgetragen in der NDR Talkshow…

Dies ist übrigens ein schon etwas älterer Beitrag, den ich ehemals auf meiner persönlichen Website www.svenjahirsch.de veröffentlicht hatte. Daher wurde der Beitrag von mir entsprechend zurückdatiert.

Text: Svenja Hirsch

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